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VEREIN |
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Der TV Bad Meinberg ist in diesem Jahr ein Jahrhundert alt
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Jahre Vereinsgeschichte in einem kurzen Rückblick Revue
passieren zu lassen und an einige Stationen auf dem Weg
von 1907 bis heute zu erinnern. |
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Begonnen hatte alles im Jahre 1907. Im ganzen Land hatte
sich der Gedanke F. L. Jahns der körperlichen Ertüchtigung
verbreitet. Was Jahn als Stärkung der jungen Generation für
den Freiheitskampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft
gesehen hatte, wurde zu einer breiten Sportbewegung. Überall
wurden Turnvereine gegründet um den Gedanken der
Gesundheitsförderung umzusetzen.
Diesem Vorbild folgten auch einige Bad Meinberger
Bürger und gründeten im Jahr 1907 den Turnverein Bad Meinberg e.V. und geturnt wurde ab sofort zweimal wöchentlich abends im Saal der „Gaststätte Rädeker“. Die nötigen Turngeräte wurden zunächst von Nachbarvereinen gestiftet oder auch ausgeliehen. |
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Der erste Vereinsvorstand setzte sich wie folgt zusammen: |
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- Wilhelm Büxe - erster Vorsitzender
- August Tappe - zweiter Vorsitzende
- Wilhelm Scharnhorst - Kassenwart
- August Weinhold - Schriftwart
- Christian Büxe - Gerätewart
- Ottomar Jünger - Turnwart
- Fr. Möller - erster Vorturner
- Heinrich Pöhlker - zweiter Vorturner
- Fritz Reiling - dritter Vorturner
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Vorsitzende des TV Bad Meinberg seit der Gründung: |
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- 1907 - 1913 Wilhelm Büxe
- 1913 - 1919 Ottomar Jünger
- 1919 - 1925 Richard Dohmeier
- 1925 - 1932 Gustav Sander
- 1932 - 1933 Heinrich Schlüter
- 1933 - 1934 Fritz Möller
- 1934 - 1937 Gustav Sander
- 1937 - 1939 Fritz Beckmann, Fritz Mische
- 1939 Richard Dohmeier
- 1940 - 1949 - - - -
- 1949 - 1951 Karl-Heinz Schild
- 1951 - 1957 Richard Dohmeier
- 1957 - 1969 Dr. Georg König
- 1969 - 1975 Karl-Heinz Schild
- 1975 - 1986 Friedhelm Flasche
- 1986 - 1996 Will Merfeld
- 1996 - 2000 Ralph Klare
- 2000 - 2004 Siegfried Hoffmann
- ab 2004 Hansjürgen Hildebrandt
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Turnen war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Männersache. Junge Mädchen und Frauen waren in den Anfängen des TV mehr schmückendes Beiwerk als Damenreigen auf Turnfesten.
Dazu hielten die Damen einen mit Blumen geschmückten Bogen aus Tannengrün über dem Kopf und verliehen dadurch Umzügen einen feierlichen Charakter. Es galt damals durchaus als Ehre, dem Damenreigen anzugehören.
Natürlich waren die weiblichen Vereinsmitglieder auch auf Ausflügen und bei Vereinsfeiern gerne gesehen. So wie bei der Himmelfahrtswanderung auf diesem Bild: |
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Im Jahre 1920 war der TV Bad Meinberg bereits auf 163 Mitglieder angewachsen. Davon waren 67 Aktive, 62 Passive und 34 Turner in der männlichen Jugend bis 18 Jahre eingetragen. Im Mittelpunkt stand das Geräteturnen.
Schließlich war der Verein groß genug um im Jahre 1923 das Turnfest des Lippischen Turnerbundes auszurichten. |
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In der Vereinsgründung an turnten die Mitglieder des TV im Salal der Gaststätte Rädeker in Bad Meinberg. Im Jahre 1920 jedoch wurde der Saal abgerissen und an seiner Stelle ein modernes Gebäude für gesellschaftliche Ereignisse erstellt.
Es folgte eine beschwerliche Zeit. Die Turngeräte mussten in Scheunen untergebracht und zu den Turnabenden zunächst auf einen freien Platz am Schanzenberg und später auf den Sportplatz auf dem Kamp transportiert werden. Zeitweise wurde auch in der Scheune des Gastwirtes Fricke und später im Saal seines „Roten Hauses“ geturnt.
Im Jahre 1925 entschloss sich die Gemeindeversammlung nach jahrelangen Beratungen einen eigenen Sportplatz anzulegen. Die Weide hinter dem Landwirt Stork wurde dafür gepachtet. |
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Für die Sportler war das ein riesiger Fortschritt. Es konnten Einrichtungen für die neuen Wettkampfdisziplinen Laufen, Stoßen und Springen geschaffen werden. Trotzdem fehlte den Geräteturnern eine Halle als Unterstand für die Turngeräte und um vom Wetter unabhängig zu trainieren. So entschloss man sich im Oktober 1927 unter der Leitung von Gustav Sander zum Bau einer eigenen Gerätehalle auf dem Sportplatz bei Stork. Diese Halle sollte dann auch den Schulkindern zum Turnen zur Verfügung gestellt werden.
Die Halle wurde dann schließlich in Eigenarbeit errichtet.
Theodor König zeichnete die Baupläne, Eduard Mönnich und Fritz Henekamp übernahmen den Materialtransport, Fritz Reiling fertigte die Maurer-
arbeiten, Gustav Sander
zimmerte den Dachstuhl und die
Fenster wurdenvon Gustav Flake
eingebaut.
So konnte in den Jahren von 1928
bis 1939 in dereigenen Halle geturnt
werden.
Die Namen dieser Turner begegn
en einem immer wieder, wenn man
sich in der Geschichte des TV Bad
Meinberg umschaut. |
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Die Bad Meinberger Sportler waren auf Wettkämpfen immer recht erfolgreich und Die Leichtathletik wurde als junge Disziplin im TV immer wichtiger, zumal der Lippische Turnerbund großen Wert auf deren Ausübung legte. |
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Diese beiden Bilder zeigen Sportler des TV Bad Meinberg auf Sportfesten. Die Kleiderordnung spiegelte den festlichen Charakter dieser Veranstaltungen wieder. |
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Auch in den Folgejahren blieben diese Sportler sehr aktiv im TV einerseits in Ehrenämtern, andererseits als erfolgreiche Sportler. Viele Siegerlisten und Urkunden zeugen davon.
Neben Eduard Mönnich ist an dieser Stelle Gustav Sander besonders zu erwähnen. |
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Er hielt dem TV viele Jahre die Treue.
In den Jahren 1925 – 1932 und 1934 – 1937 war er erster Vorsitzender.
Bekannt ist, dass er selbst im hohen Alte noch aktiv seinen Lieblingsdiszi-
plinen Werfen, Stoßen, Springen und Laufen nachging.
Allerdings trainierte er dann nur noch heimlich frühmorgens, abends im Dunkeln oder in seiner Werkstatt, damit, wie er selber sagte, die Leute ihn nicht für einen Spinner hielten.
Das Bild zeigt Gustav Sander im Alter von 77 Jahren bei einer Ehrung der Mitglieder der Altersriege. Zum Dank und als Anerkennung wurde die Riege in Gustav Sander Riege umbenannt.
Im Zweiten Weltkrieg ruhte der Sportbetrieb vollständig. Viele Turner waren zum Kriegsdienst eingezogen und die Halle diente als Unterkunft für Kriegsgefangene, die in der Landwirtschaft arbeiteten.
Bereits im ersten Weltkrieg war im Jahre 1914 bei 42 von insgesamt 50 Turnern in der Mitgliederliste hinter dem Namen der Zusatz: „im Felde“ vermerkt. 1915 waren von 58 Mitgliedern 9 Turner, 19 Jugendliche und 30 im Felde aufgelistet. 22 Turner kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück. Eine Ehrentafel erinnert an sie.
Zum Gauturnfest am 18. August 1919 wurden keine Mitglieder des TV Bad Meinberg als Wettkämpfer gemeldet. |
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Nach dem zweiten Weltkrieg erholte sich der Sportbetrieb erst langsam. Es fehlte an erfahrenen Übungsleitern besonders für das Geräteturnen. Dafür etablierte sich eine neue Sportart: Tennis. Bereits 1947 wurde eine Tennisabteilung im TV gegründet und erfreute sich eines regen Zuspruchs. Im Jahre 1975 war die Abteilung dann so groß, dass sie aus dem TV ausschied und einen eigenen Verein gründete. |
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Eine deutliche Verbesserung für den Sport in Bad Meinberg bedeutete der Bau einer neuen Turnhalle an der Grundschule. |
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Mit der neuen Halle kam nun auch der Hallenhandball ab 1960 in den TV Bad Meinberg. Zunächst wurde noch im Sommer Feldhandball und im Winter Hallenhandball gespielt, doch verlagerte sich dieser Sport immer mehr in die Halle, sodass ab dem Jahr 1976 der Feldhandball komplett weg fiel. |
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Prellball war ab 1971 neue Sportart im TV. Zur Blütezeit gab es 4 Mannschaften, die auch auf Turnieren eine gute Figur machten. |
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De 70er Jahre brachten den TV Bad Meinberg zu seiner Blüte.
Die Turnhalle stand zur Verfügung und im Jahre 1969 war das Waldstadion als moderne Trainings- und Wettkampfstätte fertig gestellt worden. Das Kursangebot erweiterte sich und der Breitensport hielt Einzug in Deutschland.
Am 16. März 1970 startete der Deutsche Sportbund die Kampagne „Trimm Dich durch Sport!“. |
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Ziel war es, die in Deutschland stark angestiegene Zahl von Übergewichtigen und Herzinfarktgefährdeten durch sportliche Betätigung zu verringern. Der „Trimmy“ war als Maskottchen allen bekannt. |
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Die Wirkung war ungeheuer. Trimmen war zum Thema selbst in Unterhaltungsshows geworden. Sicher war das mit ein Grund dafür, dass sich die Mitgliederzahl des TV von 209 im Jahre 1970 auf 608 im Jahre 1975 fast verdreifachte.
1977 verfügte der TV bereits über 16 Abteilungen mit einem Angebot für die ganze Familie.
Am 5. August 1981 kam im Hinblick auf die Schaffung des Schieder-Stausees noch eine Kanu- und Segelsparte hinzu. Sie ist aber mittlerweile eingestellt worden. |
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Als nächstes großes Ziel stand der Bau einer den Richtlinien des Sports entsprechenden Turnhalle auf dem Programm.
1978 stellte der TV den Antrag auf Bau einer neuen Halle an die Stadt Horn-Bad Meinberg. Auf der Ratssitzung vom 8. Februar 1979 wurde dann das Bauvorhaben in den Investitionsplan bis 1982 aufgenommen. 1985 wurde dann schließlich die Turnhalle am Waldstadion errichtet und bietet bis heute den Sportlern des Vereins, den Schulen und auch anderen Vereinen einen optimalen Rahmen für verschiedenste Aktivitäten.
Weiter wurde das Angebot des Vereins ständig erweitert. Dabei rückte der Gesundheitssport immer mehr in den Fokus um bis ins hohe Alter aktiv, fit und beweglich zu bleiben. |
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