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Herzsportler des TV Bad Meinberg auch in Böhmen aktiv |
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Die 1991 gegründete, inzwischen aus 49 Aktiven bestehende Herzsportgruppe, ist neben ihren ca. 60 Übungsstunden pro Jahr, in zwei Gruppen am Waldstadion, auch außerhalb der Hallenzeiten sehr aktiv. Im Juli d. J. fanden die 7 Wanderabende (Silvaticum, Tunnelbaustelle Lügde, Naturdenkmal Bärenstein, Fürstenallee Oesterholz, Vinsebeck und der Altstadtring Horn) wieder großen Anklang. |
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Doch die mehrtägige, jährliche Herbstfahrt ist immer ein besonderes Ereignis. Nach den gelungenen Fahrten in die Eifel, den Ostharz, nach Norderney und in das Emsland, führte die wieder vom aktiven K. Mesch detailliert geplante 4. Reise nun 4 Tage mit 39 Teilnehmern, einschl. dem seit 1991 betreuenden Arzt Dr. med. CD Renhof, über die Grenze in das Egerländische Bäder- Dreieck nach Böhmen, in die Tschechische Republik. |
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Am Do., den 27.9.'07 um 7 Uhr startete die Gruppe mit Brüggemeier- Bus-, Fahrer Hans- Karl Klinge. Während der Fahrt wurde bereits ausführlich über das Gastland und seiner Geschichte vorinformiert, sowie eifrig Sitzjogging betrieben. Nach dem Mittagessen in Bischofsgrün, mit den berühmten Skischanzen, traf der Bus gegen 13:30 an der Grenze und nach weiteren ca. 130 km durch das Egerland, im imposanten Marienbad ein. Nach Einnahme des wunderbaren Hotels 'Bohemia', direkt am Kurpark, fand der Abendspaziergang, entlang an den in gelb-weiß restaurierten Prachtbauten, seinen Ausklang im Kurviertel, an der imposanten 'Singenden Fontäne' zu den Melodien von Karel Zich 'Erinnerungen an Marienberg'. |
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Ab Freitag informierte die örtliche Reiseführerin Anna täglich sehr ausführlich über die Region, einst und heute. Die 1. Tagesfahrt führte über enge Waldstraßen des Hochmoores nach Karlsbad. Beim Bummel über die Prunkstraße 'Alte Wiese' bis zu den Kolonaden erhielt jeder den obligatorischen Trinkbecher und nahm Proben vom 72° heißen Sprudel- Brunnen, dessen Wasser, aus 2.000 m- Tiefe kommend, eine 12m hohe Fontäne unter der Rotunde bildet. Es folgte, mit Blick über die Stadt an der Tepla, die Rundfahrt an den Berghängen, weiter nach Doubi. In der Burg, mit angegliederte Hochzeitskapelle und Brautsaal, wurde im neu restaurierten Restaurant ' Nostalgie' zu Mittag gespeist, bevor die Gruppe im Karlsbader Becherovka- Museum über die Herstellung des berühmten Liköres informiert und zur Probe geladen wurde. Mit noch besserer Stimmung ging es weiter nach Loket am Egerbogen. Oben in der mächtigen Burg, direkt am Egerknie, wurde unter den alten Gewölben der Apfelstrudel genossen. Nach der Fahrt durch ruhige 'Böhmische Wälder' fand Abends im Hotel die mit eigenen Vorträgen gespickte interne Runde statt: - 4 Männer schwebten im Raum -, Marianske und Karlovy' begriffen es kaum. |
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Der Samstagvormittag galt zunächst der Erkundung Marienbad's mit den leuchtend-gelben Fassaden um den Kurpark. Dem Trank am Kreuzbrunnen folgte in der alten, aus filligranen gußeisernen Tragwerken, im Bogen errichteten Kolonade, vor der Orchesterbühne, die offene Gymnastik der Gruppe. Vorbei am Karolinen- mußte am Ambrosiusbrunnen erneut ein Schnabel getrunken werden, denn er sollte besondere positive Auswirkungen!! haben. Im 'Neuen Bad', feiner alten noblen Stil, mit der Wanne des Kaisers, informierte sich die Gruppe über neueste, modernste Therapiemöglichkeiten. Nachmittags wurde zunächst die sehenswerteste Kirche Marienbads, die Russisch-Orthodoxe-, bestaunt, ehe Anna dann um die Kurven und Biegungen auf ruhigen Straßen über die Höhen nach Tepla, zum äußerlich sehr verfallenen Areal des Klosters führte. |
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Überrascht und schweigend begeistert war die Gruppe von der zu 10% noch vorhandenen und genutzten Innenausstattung. Ein wunderbar erhaltenes Kirchenschiff und eine Bibliothek, schöner als Melk, zog alle in ihren Bann, bevor in den geschmackvoll sanierten Räumen der ehem. alten Scheune der Kaffee gereicht wurde. Kaum Zeit zum Einkaufen der obligatorischen Obladen, erschien nach dem Abendbufett das eigens für die Gruppe engagierte 'Egerländer Duo' und sorgte mit seiner Liedsängerin zu Walzer- und Polkamelodien für ausgelassenen Stimmung und Tanzvergnügen, das erst nach einer Verlängerung mit einer gemeinsamen Polonaise endete. Am Sonntag besuchte die Gruppe zunächst Eger (Cheb) und dann noch die 'Puppenstube' Franzensbad mit den hellgelb-leuchtenden Fassaden der schönen Häuser in der überschaubaren Innenstadt. Nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt, in Skalna, fand die Gruppe die Burg Vildstejn und in ihrem urigen Restaurant unter Gewölben die reservierten Plätze. Als dann, nach dem üppigen Mahl 'eine halbe Ente flügge wurde', machten sich die Herzileins, begleitet von Böhmischer Musik, auf den Heimweg. Nach mehreren Pausen und dem Chorgesang ihres Herzsportliedes kam die Gruppe, in allzeit bester Stimmung, pünktlich um 21:20 wieder in Bad Meinberg an. Unter dem Motto: "Sorge dich nicht, lebe." wollen die Herzsportler des TV Bad Meinberg 1907 e. V. auch künftig ihre Reise-Tradition fortsetzen. |
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